Leib & Seele
„Stets sind Körper und Seele gemeinsam erkrankt, stets bedarf es der Wiederherstellung sowohl des Körpers als der Seele… Für den Bruder Leib muß auch dann noch gesorgt werden, wenn es gilt, einer kranken Seele zur Genesung zu verhelfen. Unter dem Einfluß von Alkohol, von Reizmitteln, narkotischen Arzneimitteln und ungeordneter Ernährung kann eine ernstere Störung des Seelenlebens nicht ausheilen. Das wird leider oft nicht beachtet. Es gibt: „Nervenärzte“, die den Zusammenhang von Körper und Seele nicht berücksichtigen, die für die Nahrungswirkung nur ein Achselzucken übrig haben, in Wahrheit deshalb, weil sie dieses Gebiet kaum kennen. Es gibt auch solche, die gutgläubig, aber nicht wissend, was sie tun, Seelenleiden mit allen möglichen „Nervina“ und Narkotika behandeln. Nichts kann den Ansehen der Psychotherapie und selbst der Medizin mehr schaden als solches Arzten."
(Dr. Max Bircher Benner: „Vom Werden des neues Arztes“, Wilhelm Heyne Verlag in Dresden 1938, S. 123)
Anmerkung von mir:
Neue Ärzte, neue Psychotherapeuten, neue Erzieher, neue Helfer, neue Lehrer, neue Eltern, neue Politiker, neue Menschen fallen nicht vom Himmel. Wir sind es, die sich stets vom Leben formen lassen müssen. Mit Aufmerksamkeit im Augenblick und der Bereitschaft, Zusammenhänge zu erkennen, das sich Offenbarende zu akzeptieren, offen für Veräderungen und neue Sichtweisen zu sein, sind dafür ein erster Schritt.
Das Leben mit all seinen Facetten bietet alle Möglichkeiten dazu. Geduld, Achtsamkeit und Verantwortung ist von denen, die auf einem Gebiet mehr erkannt haben als andere mehr gefragt denn je. Es sollte keine Verurteilungen geben und auch keine Angst, dass der andere mit seinem Verhalten Fehler macht. Jeder hat seinen eigenen Weg und macht seine eigenen Seelenerfahrungen hier auf der Erde. Auch der Arzt lernt aus Erfahrungen und bleibt idealerweise nicht bei einmal Gelerntem und Angewendentem stehen. Viele Ärzte, die beispielsweise einst eifrig Milchprodukte bei Osteoporose empfohlen haben, tun es heute nicht mehr, weil neue Erkenntnisse, sie zu neuem Verhalten geführt haben.
Wer einen Arzt aufsucht, sollte im Sprechzimmer nicht die Verantwortung für seine Gesundheit damit abgeben. Wer in der Selbstverantwortung bleibt, ist auch frei von Schuldzuweisungen.
Das Verhalten der Ärzte ändert sich zwangsläufig mit den Ansprüchen der Patienten. Wenn die Menschen nicht mehr bereit sind, Krankheiten immer schnell mit einer Pille wegzukurieren oder Krankes aus sich schneiden lassen wollen und wahrhaft nach Wegen für Heilung suchen, werden sie auch Ärzte und Menschen finden, die sie auf diesem Weg unterstützen.
Natürlich gehört dazu, dass das Recht auf Entscheidung auch bei jedem einzelnen bleiben darf und der Mensch nicht durch Gesetze entmündigt wird.
Wenn beispielsweise, wie in Italien eine Impfpflicht für Kinder gesetzlich erlassen wird, dann entspricht das einer Entmündigung der Eltern und soweit darf es nicht kommen.
Ungeimpfte Kinder werden nicht in Kindereinrichtungen aufgenommen und Eltern sollen Bußgelder bezahlen. Darf so etwas sein?
Da muss ich an einen Bekannten denken, der sein Kind hat auch nicht impfen lassen (in Deutschland) und sich fürchterlichen Diskussionen aussetzen musste bis hin zu der Bemerkung, dass sein Kind dann eine Gefahr für die anderen Kinder wäre. Doch er antwortete: "Wieso ist mein Kind eine Gefahr, die sind doch alle geimpft." Gegenseitiger Respekt und Akzeptanz des Andersdenkenden und Andershandelnden sind unabdingbar für eine harmonisches Miteinander, das ebenfalls ein wichtiger Pfeiler für Gesundheit und Wohlbefinden von Leib & Seele ist.
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