Glutensensitivität und Tourette-Syndrom
„Bei der Anamnese fiel mir auf, dass bei dem Mädchen schon drei Jahre vor diesen schwerwiegenden neurologischen Problemen häufig Durchfall und chronische Bauchschmerzen aufgetreten waren. Der nachfolgende Labortest ergab, dass das arme Kind tatsächlich mit einer nicht diagnostizierten Glutensensitivität gelebt hatte. Zwei Tage nach der Umstellung auf glutenfreie Ernährung waren alle Bewegungsstörungen, das Räuspern, das Grunzen und sogar die Bauchschmerzen verschwunden. KJ ist bis heute symptomfrei und damit auch nicht mehr vom Tourette-Syndrom betroffen. Ihre Reaktion war so auffällig, dass ich diesen Fall häufig für meine Vorträge vor medizinischen Publikum einsetze.“
(Dr. David Perlmutter:„Dumm wie Brot“, Mosaik Verlag, S. 173)
Anmerkung von mir:
Als besonders dramatisch für unsere Gesundheit ist der extrem gezüchtete Weizen, auch Hochleistungsweizen genannt. Seine Züchtung wurde seit den Fünfziger Jahren vorangetrieben. Der Glutenanteil wurde vervielfacht. Wir haben damit hervorragende Backeigenschaften, weil er eine gute Bindungskraft besitzt. Gluten ist der Kleber im Korn. So wird diese Errungenschaft auch in der Lebensmittelindustrie gerne bei der Herstellung vieler Nahrungsmittel eingesetzt, wo man das auf dem ersten Blick nicht ahnt.
Forschungen zeigen inzwischen auf, dass es auch noch andere Proteine, die Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATIs) im Weizen sind, die Unverträglichkeiten hervorrufen und bereits vorhandene Krankheiten anfeuern können.
Es gibt Erkenntnisse, dass bei Menschen, bei denen eine Glutensensitivität oder gar Zöliaki festgestellt wurde, meist auch auf Laktose entsprechend reagieren.
Doch auch für die, die Kuhmilch scheinbar vertragen, ist sie nicht optimal, denn sie ist nicht für uns Menschen gedacht, sondern für den Nachwuchs der Kuh, für ihr Kälbchen. Dafür würde die Milch ausreichen, die sie auf natürliche Weise bereitstellen kann. Doch dem Menschen ist nichts genug. Er musste die die Hochleistungskuh züchten, die sich vor schweren Eutern kaum auf ihren Beinen halten kann.
Körner werden von Vögeln gut vertragen und wir vertragen besonders gut Früchte und Gemüse.
Die Lebensmittel, die wir am besten vertragen, erzeugen die geringsten Störungen bzw. überhaupt keine während der Verstoffwechselung und haben die geringsten Ablagerungen zur Folge. Jedes Lebewesen ist idealerweise an eine ganz bestimmte Nahrung angepasst und je weiter wir uns davon entfernen, desto mehr müssen wir die damit verursachenden Störungen, die sie bewirken in Kauf nehmen.
Leider will der Mensch alles zu Höchstleistungen vorantreiben. Warum?
rohköstlich • vegan • laktosefrei • glutenfrei