Globale Azidose
„Außer den ihm von außen zugeführten Säuren und Säure- Vorstufen erzeugt der menschliche Organismus selbst vorwiegend saure Stoffwechselprodukte, nicht jedoch die zur Neutralisierung und Ausleitung derselben notwendigen Alkalien. Er ist damit auf die Einnahme solcher über die Nahrung angewiesen, die - unter der Voraussetzung natürlicher Qualität und dem Menschen gemäßer Zusammensetzung - mehr alkalisierende als ansäuernde Bestandteile aufweist und jeder Gefahr bedrohlicher Azidose vorbeugt. Von einer solchen gesunderhaltenden, alkalireichen Naturkost kann im europäischen Lebensraum schon seit Generationen keine Rede mehr sein...
Die Agrarproduktion ist seit einem Jahrhundert nur noch auf Quantität ohne Rücksicht auf biologische Qualität ausgerichtet. Dieses Drama spielt sich ab vor dem Hintergrund saurer Böden, sauren Regens, sauren Grundwassers und saurer Luft. Wir leben in einer Umwelt globaler Azidose, in einer »toxischen Gesamtsituation«, wie es Prof. Eichholtz bereits in den sechziger Jahren formulierte und noch früher der USA - Mediziner McCann in seinem 1923 in deutscher Übersetzung erschienenen Buch »Kultursiechtum und Säuretod« vorhersagte.“
(Dr med. Karl Windstosser: Sonderdruck aus der Zeitschrift Naturheilpraxis, Nr. 6/94.
47. Jahrgang, Pflaum Verlag Publikation, "Sind Gewebsazidose und Blutalkalose Kausalfaktoren des Krebsgeschehens und seiner Therapieresistenz?")
Anmerkung von mir:
Ein gesundes Säure-Basen-Gleichgewicht für einen gesunden Organismus ist das A&O.
Doch garnicht so einfach aufgrund dessen, dem wir durch die Entwicklung der Zivilisation ausgesetzt sind und wie der Mensch zu leben und sich zu ernähren sich angewöhnt hat.
Doch das macht ja auch gerade unsere Entwicklung und Reifung aus, dass wir gefordert sind, uns mit uns und dem, was wir leben auseinanderzusetzen und mit dem, was an uns herangetragen wird und dem, was uns geprägt hat. Wie soll man aus dieser Übersäuerung herauskommen, wenn alles, wie wir auch auf sauren Böden wachsen müssen? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen und brechen aus aus gewohnten Strukturen und Verhaltensweisen aus, um zu einem gesünderen Wohlbefinden zu gelangen und um eine gesündere Welt zuschaffen.
Es ist eine Freude, zu sehen, dass immer mehr Menschen sich mit ihrer Ernährungs- und Lebensweise auseinandersetzen, Informationen sammeln und verbreiten, in sich selbst gehen, dem eigenen Inneren zu lauschen, Neues probieren, Erfahrungen selbst sammeln wollen und daraus irgendwie das finden, was für sie am stimmigsten ist.
Wir können es als Einzelwesen und müssen auf nichts warten, denn die Einzelwesen bilden die Gesellschaft.