Selbstheilungskräfte aktivieren
„Heute besteht die Ausbildung der Ärzte fast ausschließlich darin, dass sie lernen, eine bestimmte Krankheit zu diagnostizieren und ihr eine bestimmte Behandlung zuzuordnen. Bei akuten Erkrankungen funktioniert dieses Verfahren bemerkenswert gut: Blinddarmentfernung als Behandlung für Blinddarmentzündung, Penizillin bei einer Lungenentzündung, Kortison bei einer Allergie… Aber bei chronischen Krankheiten stößt das Verfahren schnell an Grenzen, denn mit ihm kann man nur akute Krisen und Symptome kurieren.“ (1)
„Wie bei einem Fluss, dem man hilft, sich möglichst schnell selbst zu reinigen, müssen wir bei einer chronischen Erkrankung ein ganzes Programm einleiten, das das Problem, von mehreren Seiten gleichzeitig anpackt und die unterschiedlichen Selbstheilungskräfte stärkt.“ (2)
(David Servan Schreiber: „Die Neue Medizin der Emotionen“, Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente, (1) S. 261, (2) S. 262)
Anmerkung von mir:
Mit der Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Körpers kann man nicht früh genug beginnen. Idealerweise sollte es unseren gesamten Lebensstil ausmachen. Schauen, dass man sich gesundes Essen einverleibt, hat neben viel Bewegung an frischer Luft, einen Beruf, der glücklich macht, gute Beziehungen zu seinen Mitmenschen u.v.m. dabei hohe Priorität. Doch was ist gesundes Essen? Darüber wird viel diskutiert und gestritten. Doch Streit ist immer überflüssig! Es genügt, einander zuzuhören und zu respektieren. Es genügt, sich breit zu informieren, zu lernen und an sich selbst neu erworbenes Wissen anzuwenden. Nicht festzuhalten an Prägungen, alten Gewohnheiten und Dogmen. Dazu gehört auch ein guter Kontakt zu sich selbst, seinen Körper zu spüren, ihn zu lieben und die feinen Signale wahrzunehmen. Eine Tablette bei den ersten Anzeichen von Kopfschmerzen zu nehmen, ist nicht die Lösung! Das ist nicht das Signal und der Ruf, den der Körper aussendet. Es verlangt nach Korrektur im Handeln und vielleicht in der gesamten Lebensweise. Bei Sodbrennen ist nicht die Lösung, immer wieder zu entsprechenden Mitteln/ Pillen zu greifen, damit die Symptome unterdrückt werden. Es ist keine Heilung, wenn für einen Moment Ruhe herrscht und sich geheilt fühlt. Korrektur im Handeln ist gefragt. Die Ursachen müssen erforscht werden. Beobachten, nach welchem Verzehr von Nahrungsmitteln die Symptome auftreten. Bei Diabetes einfach weiterzumachen wie bisher und einfach nur die Dosis der Tabletten oder Spritzen anzupassen, ist dumm. Ein ganzheitlich orientierter Arzt/ Therapeut wird nie nur das Symptom behandeln. Er schaut sich den ganzen Menschen an, interessiert sich für seine gesamte Lebens- und Ernährungsweise, um ihn dann entsprechend ganzheitlich beraten und behandeln zu können.
Er muss ja nicht gleich so handeln, wie es der Arzt Dr. med. Robert G. Jackson (Mitbegründer der Natürlichen Gesundheitslehre) einst tat, der seinen Patienten nachspionierte, ob sie sich auch an seine Empfehlungen halten. Und wehe dem nicht! Er selbst, schwer krank als Arzt, änderte seine Ernährungsweise komplett zu natürlicher Nahrung, bewegte sich viel und wurde gesund. Wer mehr von seiner Lebensweise wissen möchte, kann es aus seinem Buch (Nie mehr krank sein) erfahren.
Wir müssen immer wieder unsere Lebensweise, unser Handeln und Denken hinterfragen. Auch wenn wir nicht perfekt sind und nie fertig sind, so wie wir gerade sind, dürfen und sollten wie charmant und freundlich mit unserem eigenen und des anderen Unperfektionismus umgehen. Trotzdem lohnt es sich, immer wieder nach dem Perfekten zu streben. Dafür lohnt es sich auch, sich manchmal selbst in ein Chaos und in die Orientierungslosigkeit zu stürzen. So entstehen neue Wege für das eigene Leben aus einem selbst heraus. Freiheit erringt man nicht durch Kriegsführung, sondern durch ein friedliches Sein.