Säfte wecken neue und alte Lebenskräfte
„Der eigentliche Sinn des Safttrinkens besteht darin, den Körper in die Lage zu versetzen, alle lebendigen Wirkstoffe in Früchten und Gemüse auf die schnellste Art und Weise aufzunehmen, ohne die Verdauungsorgane mit der Arbeit zu belasten, die mit dem Aufschluß des Zellulosebreis verbunden ist.“
(Dr. Norman W. Walker: „Frische Frucht- und Gemüsesäfte“, Goldmann Verlag, 1995, 22. Auflage, S. 38)
Diese Worte sind vom Säftepapst Dr. Norman Walker. Während seines Lebens trug er wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der Säftetherapie für eine bessere Gesundheit von sich und seinen Patienten zusammen. Er hat sie weitergetragen und sie wurden weitergetragen. Und heute profitieren viele Menschen von seinem Wissen und können die Wahrheit seiner Worte durch eigene Erfahrungen bei sich bestätigen. Er betonte immer wieder, dass die Säfte roh sein müssen, um von ihren lebendigen und organischen Eigenschaften profitieren zu können. Und er machte klar, dass Obst und Gemüse deshalb weder gekocht, verarbeitet, eingedost oder pasteurisiert werden dürfen. Entsaften wir die Früchte und das Gemüse in guter Qualität frisch, dann bekommen wir neben der Vielfalt an Nährstoffen auch bestes organisches Wasser höchster Qualität und profitieren von der gesamten Enzymkraft.
Ich möchte leckere Säfte, die besonders am Morgen getrunken, umgehend sämtliche Lebensgeister in einem wecken, nicht mehr missen. Es ist für mich zum besten und vitalstoffreichsten Frühstück geworden, das ich zu mir nehmen kann. Auch nach dem Schwimmen, einem Workout oder anderen aktiven Betätigungen, sind sie eine ideale Möglichkeit, seine Zellen mit den besten Baustoffen und Energie gleich wieder aufzuladen. Wenn ich nach dem Schwimmen nach Hause gehe, freue ich mich schon unterwegs auf den Saft, den ich mir dann als erstes zubereite. Frisch zubereitet und getrunken haben wir das reichste Spektrum an Vitaminen, Mineralien, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. All das brauchen wir, damit der Körper sich immer wieder regenerieren kann und er nicht degeneriert aufgrund von schlechtem Baumaterial. Das beste Wasser wird schnell und leicht aufgenommen, denn es ist nicht mit anorganischen Mineralien verbunden, sondern organisch. Frisch gepresste Säfte hydrieren den Körper schnell und sorgen für eine gute Versorgung mit Elektrolyten. Sie werden basenbildend verstoffwechselt, selbst die saure Zitrone. So helfen frisch gepresste Säfte der Entsäuerung des Organismus.
Frisch gepresste Säfte aus Gemüse, Kräutern, Gräsern und Früchten sind dazu schmackhaft und lassen die Verdauungssäfte schon im Mund flüssig und mit Freuden fließen.
„Kauen wie guten Wein …
Die Säfte dürfen nämlich nicht hastig in großen Schlucken getrunken werden. Strenggenommen soll man sie überhaupt nicht trinken, sondern eher wie feste Rohkost eingenommen werden. Man kann das am ehesten mit dem Genuß von guten Wein vergleichen, der im Mund „gekaut“ wird, ehe man ihn schluckt. Zwar werden die Säfte dabei nicht „zerkleinert“ wie feste Nahrung, aber gut mit Speichel durchgemischt, dessen Enzyme die Nahrung im Mund einleiten. Das verbessert die weitere Verwertung im Magen-Darm-Kanal.“
(Gerhard Leibold: „Säfte und Saftkuren“, Econ Verlag, Düsseldorf, 1990, S. 61)
Die meisten von uns neigen dazu, flüssige Nahrungsmittel, nachdem sie im Mund angekommen sind, sofort zu schlucken, ohne sie langsam und genüsslich die Zunge passieren zu lassen. Doch Langsamkeit und Genussfähigkeit sind hier angesagt. Den Schluck verweilen lassen und spüren und erst schlucken, wenn er gut eingespeichelt ist und wie von selbst weiterfließt. Hast und Gier haben hier keinen Platz. Die Enzyme des Saftes und die von den eigenen Speicheldrüsen abgegebenen zusammen, machen daraus einen wahrhaften Göttertrunk, der eine neues Körpermilieu schaffen kann. Natürlich sollten nicht hinterher gleich ein Schokoriegel, eine Schweinshaxe, ein Burger oder drei Frühstücksbrötchen mit Wurst und Käse hinterhergeschoben werden. Denn das sind Nahrungsmittel, die das Säure-Basen-Verhältnis immer wieder in das saure Milieu hinschieben.
Ein optimaler Stoffwechsel, in dem alle Körperfunktionen reibungslos verlaufen, benötigt ein ausgewogenes basisches Körpermilieu. Schließlich wissen wir inzwischen auch, dass beispielsweise Krebszellen in einem sauren Milieu prächtig gedeihen und sich vermehren. Sie produzieren nicht umsonst dafür jede Menge Milchsäure während ihres eigenen Stoffwechsels, um sich gut ausdehnen zu können. Ein gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht ist mit den meisten Krankheiten verbunden. Dr. Max Gerson hatte mit frisch gepressten Säften, die ein wichtiger Bestandteil seiner Therapie waren, unsagbare Erfolge bei der Heilung von Krebs und anderen Krankheiten. Dafür tranken seine Patienten jede Stunde ein Glas Saft von 230 ml. Das löste jede Menge Gifte im Körper und schaffte nach und nach ein basisches Milieu. Dabei wurden die nach guten Nährstoffen und dem richtigen Baumaterial ausgehungerten Zellen bestens versorgt und konnten ihre Arbeit zum Wohle des Gesamtorganismus wieder aufnehmen.
Die Kranken bekamen zusätzlich ständig Kaffeeeinläufe, damit die gelösten Gifte auch schnellsten abtransportiert wurden und es nicht zu Rückvergiftungen kam. Frisch gepresste Säfte können so eine wirksame Therapie für Kranke sein und ein bestes Vorbeugungsmittel für Gesunde und scheinbar Gesunde.
„Werden jedoch Nahrungsmittel bei hoher Temperatur zubereitet, so führt dies zu einer Überhitzung und Zerstörung der Enzyme. Obwohl die Enzym-Moleküle an sich noch vorhanden sind, so haben sie doch ihre Lebenskraft verloren und können somit ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Ähnlich wie bei einer erschöpften Batterie, bleibt zwar die gegenständliche Form erhalten, die elektrische Energie aber, von der sie „belebt“ wurde, ist nicht mehr vorhanden. Das Eiweißmolekül ist lediglich der Träger der Enzymaktivität… Zur Klarstellung nehmen wir also an, dass Eiweißmoleküle Träger von Enzymaktivitäten sind – ganz ähnlich wie Glühbirnen Träger der Elektrizität sind.“
(Humbart Santillo, Naturarzt, Karl J. Abrams; Chemieprofessor, bearbeitet von Michaela Bartl:
„Nahrungsenzyme“, 2001, S. 6/7)
Das Trinken frisch gepresster Säfte hilft, dass das Verlangen nach Sucht- und Aufputschmitteln, wie beispielsweise Kaffee, Industriezucker und vielen denaturierten Nahrungsmitteln verschwinden kann. Es ist nicht mehr nötig, um wach zu werden, Emotionen zu befriedigen oder das ständige Auf und Ab im Körper und im Geist zu beeinflussen. Je besser das Körpermilieu wird und der Körper gesundet, desto mehr kommt der Geist zur Ruhe und Harmonie tritt ein. Auch können frisch gepresste Säfte das Verlangen nach für den Organismus schädlichen Getränken ersetzen. Dazu zählen beispielsweise Alkohol, Cola, Softdrinks und wie bereits erwähnt Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke.
Frisch gepresste Säfte aus Salaten, Gemüse, Wildkräutern und Früchten sind ein Segen für unsere Gesundheit.
Natürlich sollen meine Ausführungen nicht dazu führen, zu denken, dass das Trinken von Säften das alleinige Heilmittel ist. Doch wer sich dazu entscheidet, entscheidet sich meist gleichzeitig dafür, seine Gesundheit auf allen Ebenen verbessern zu wollen. Er will für sich etwas tun! Er ist gut zu sich selbst! Er will einen gesunden vitalen Körper und sich darin wohlfühlen. Er hat Lust, zu leben und sich lebendig zu fühlen. Er wird also da nicht stehen bleiben, sondern beginnen, sich auch um seine Energiemuster zu kümmern, die ihn immer wieder gleiche Situationen erfahren lassen nur in neuen Gewändern. Er wird sich auch um seine Seele kümmern und für ihr Wohl sorgen. Das Wohl von Körper- Geist- und Seele entscheidet über unser Wohlbefinden als Ganzheit und Einheit.
Trotzdem soll hier in diesem Beitrag der Schwerpunkt bei den frisch gepressten Säften für die Verbesserung der Gesundheit bleiben. Sie können schon einen Meilenstein bedeuten und für so manchen der erste Schritt in eine insgesamt gesündere Denk- und Lebensweise.
Rohe Nahrung ist lebendige und bestens organisierte Nahrung!
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