Ernährungsunterricht fehlt!

 

„Die Krankenernährung an den klinischen Spitälern sagt deutlich genug, wie es mit der Erkenntnis und Nachachtung der Ernährungsgesetze steht. Fleisch, Weißbrot, Semmeln, Feinmehlspeisen, Eier, Kochkost, Konservenkost, Kaffee, Kakao usw., sagt dies nicht genug! Die alte, immer noch übliche Diabetikerkost ist, vom Standpunkt der Nahrungswirkung aus gesehen, ein Greuel. Die Stuhlverstopfung wird mit Abführmitteln behandelt; der Zusammenhang zwischen Zahnkaries, Paradentose, Krankheit und Ernährung wird kaum beachtet; wo Heilnahrung ursächliche Maßnahme wäre, herrscht das Medikament Ein gründlicher Unterricht der Medizinstudenten auf dem Gebiete der Ernährung fehlt noch überall.“ S.111/112


Dr. med. Max Bircher Benner
aus
„Vom Werden des neues Arztes“
Wilhelm Heyne Verlag in Dresden 1938

 

Anmerkung von mir:

Und das hat Bircher Benner 1938 gesagt, bzw. geschrieben, denn gesagt und immer wieder, schon eher. Wie sieht es jetzt 79 Jahre danach aus? Hat man dazu gelernt? Erhält jeder auszubildende Arzt an der Universität  eine entsprechende solide Ausbildung über den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit? Lernen die Ärzte, dass für Heilung heilende Bedingungen geschaffen werden müssen? Lernen Ärzte, dass Heilung immer vom Körper selbst ausgeht und dass, je optimaler die Voraussetzungen für Heilung geschaffen werden, diese vonstatten geht? Lernen Sie, dass die Medikamente, die sie ihren Patienten verschreiben, meist nur die Wirkung erzielen, wie wenn man einem müden Pferd die Peitsche gibt? Lernen die angehenden Ärzte, dass jede Behandlung eine gleichzeitige Behandlung von Psyche und Körper sein muss. Lernen die Ärzte, dass sie selbst mit gutem Beispiel in ihrer Lebens- und Ernährungsweise voranzugehen haben, wenn wirkliche Helfer sein wollen?



 

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