Darmkrank und Rohkost

 

„…, die man Herterschen Infantilismus nennt……
Da ich hörte, dass bisher, auch in der Kinderklinik, alles Rohe streng vermieden worden und die Diätetik nach den Regeln der Darmschondiät geleitet worden war, hielt ich es für meine Pflicht, den letzten Versuch mit meiner Diätetik trotz der augenscheinlichen Hoffnungslosigkeit zu unternehmen. Das Kind wurde nun sofort und ausschließlich mit frischer vegetabiler Kost ernährt, die allerdings nach unseren Erfahrungen zusammengesetzt und mit der entsprechenden Sorgfalt zubereitet und angepasst wurde. Bald begann sich eine Besserung einzustellen. Ließen wir uns aber verleiten, der Rohkost etwas Gekochtes beizufügen, kam jedesmal wieder eine Verschlimmerung. ……..
Der Bauch hatte sich verloren, der Darm funktionierte normal………Nun sind an dieser Krankheit schon Hunderte und Tausende von Kindern zugrunde gegangen. Stets hatte man die Ernährung dem kranken Darme angepasst, gekochte Breie, Eierspeisen, Milch, gehacktes, gekochtes Fleisch, ausgepressten Fleischsaft, aber ja nicht Rohes! Sie starben alle. Ich tat genau das Gegenteil, und das Kind genas. Das wegen des kranken Darmes streng Gemiedene und Verpönte rettete ihm das Leben.“



Dr. Max Bircher Benner
aus
Revolution der Ernährung
F. Schwab Verlag



Anmerkung von mir:

Man könnte schon von einem Verbrechen an die Menschheit sprechen, wenn die Schulmedizin der Bedeutung der Ernährung für Gesundheit und Heilung nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenkt und diese unbeachtet lässt.
Doch man es nicht! Denn auch unsere Schuldmedizin entspringt letztendlich dem Massenbewusstsein und ihren Bedürfnisse und unterliegt einem Wachstums- und Reifeprozess, wie der Einzelne auch.
Die meisten Ärzte tun ihr Bestes unter Anwendung ihres gelernten Wissens.
Doch sie müßte daran erwachen, dass sie von den gleichen Krankheiten geplagt werden wie ihre Patienten und das irgendwas nicht in Ordnung sein kann mit den Heilmaßnahmen, die sie oft selbst verschreiben.
Ist es dem Hochmut der Schulmedizin gschuldet, Bequemlichkeit oder ist es nicht deren Aufgabe?
Hätte man Ignaz Semmelweis seine Erkenntnisse des Zusammenhanges von Kindbettfieber und nichtdesinfizierter Hände, also mangelnder Hygiene der Ärzte, die vielleicht gerade aus der Pathologie kamen und dann als Geburtshelfer fungierten, beachtet und danach gehandelt, hätten Tausende von Frauen nicht sterben müssen.
Wieviele Menschen sterben heute aufgrund einer Ernährung, die besonders im Falle von Krankheit tödlich ist?

 


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